Eifeler Mundarten: 1. Ortsname, 2. Zahlen, 3. Rezept, 4. Gedicht

Liebe teilnehmende Person aus der Eifel, sprechen Sie bitte folgende Dinge in Ihrem ortsüblichen Dialekt.
(Tipp: Als Aufnahmegerät genügt ein Smartphone.)

1. Ihr Wohnort:
"Ich wohne in [Ortsname]. Das liegt in der Verbandsgemeinde [Name] im Landkreis [Name] des Bundeslands [Name]."

Beispiel:
"Ich wohne in Schleidweiler. Es liegt in der Verbandsgemeinde Trier-Land im Landkreis Trier-Saarburg des Bundeslands Rheinland-Pfalz."

Sie können auch die Ortsgemeinde erwähnen:
"Ich wohne in Schleidweiler, Ortsgemeide Zemmer. Es liegt in der Verbandsgemeinde Trier-Land im Landkreis Trier-Saarburg des Bundeslands Rheinland-Pfalz."

 

2. Die Zahlen:
"1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,"

Die Zahlen, Teil 2:
"Der erste, die zweite, das dritte, der vierte, die fünfte, das sechste, der siebte, die achte, das neunte, der zehnte, die elfte, das zwölfte."

 

3. Das Rezept:
Sprechen Sie das Rezept für ein typisches Eifelgricht ein. Sie haben freie Auswahl.
Wenn Sie möchten, sprechen Sie auch die Zubereitung ein.

Ein Beispiel:
Mein Rezept für Eifeler Vollkornbrot. Für ein normalgroßes Brot nehme man:
500 Gramm Dinkelvollkornmehl, 1 Würfel Frischhefe, 0,5 Liter Wasser, 200 Gramm Sonnenblumenkerne, 2 Teelöffel Salz, 2 Esslöffel dunklen Balsamico-Essig.
Alles gut kneten, sofort in eine Backform füllen und auf die zweite Einschubleiste von unten setzen. Ofen auf 225°C stellen, nach 10-15 Minuten auf 180°C reduzieren und noch 30-40 Minuten backen. Guten Appetit!

Weitere Beispiele:
Erbsensuppe, Linseneintopr, Reibekuchen, Bratkartoffeln, Brot, Kuchen, Frikadellen - alles, was Ihnen schmeckt. Sie dürfen gerne mehrere Rezepte einsprechen.

 

4. Das Gedicht:
Nachfolgend finden Sie "Chresdaag  Morgen" von Peter Zirbes.

Eine Übersetzung als kleine Hilfe finden Sie unten.
Bitte lesen Sie das Gedicht - gemütlich und in Ruhe - in Ihrem ortsüblichen Dialekt.

Chresdaag Morgen.

Op Chresdaag Morgen wor et kaalt
On ziemlich hart gefroren,
Dô krieht den Hôhn an aler Freh:
„Den Heiland aß geboren!“

Dô billt den Hond: „Wuwu, wuwu,
Wu aß en dann se fannen?“
Dô bläzt de Geeß: „Zo Bädleheem!“
On bliev net langer hannen.

Den Hond, dä sät: „Ich lofen dôr,
On wär’ et honnert Stonnen,
On läkt’ em sei kal Feeßcher wôrm,
Wann ich en hätt’ gefonnen.“

Dô sät den Hôhn: „Ich zeert’ en schien
Mat Fädern sonner gleichen.“
Dô sät de Geeß: „Ich giev em Melch;
Sant Jusep soll mich streichen!“

***

On wat geß d a u, o Mänschekand,
Deim Gott aus dreiem Herzen?
Wells dau an Send on Onverstand
Dei Sielenheel verscherzen?

Dau brauchs net iwer Land on Meer
Nô Bädleheem se ränen:
Den Heiland fendsde iweral,
Wann dau en wells erkänen.

~~~

Christtag Morgen.

Auf Christtag Morgen war es kalt
Und ziemlich hart gefroren,
Da kräht der Hahn in aller Frühe:
"Der Heiland ist geboren!"

Da bellt der Hund: "Wouwou, wouwou,
Wo ist er denn zu finden?"
Da plärrt die Geiß: "Zu Bethlehem!"
Und blieb nicht länger hinten.

Der Hund, der sagt: "Ich laufe hin,
Und wären es hundert Stunden,
Und lecke ihm seine kalten Füßchen warm,
Wenn ich ihn hab' gefunden."

Da sagt der Hahn: "Ich zierte ihn schön
Mit Federn sondergleichen."
Da sagt die Geiß: "Ich gäbe ihm Milch;
Sankt Josef soll mich streichen (melken)!"

***

Und was gibst d u, o Menschenkind,
Deinem Gott aus treuem Herzen?
Willst du in Sünd' und Unverstand
Dein Seelenheil verscherzen?

Du brauchst nicht über Land und Meer
Nach Bethlehem zu rennen:
Den Heiland findest du überall,
Wenn du ihn willst erkennen.

~~~

Diese Version hat er für sein 1891 erschienenes Buch "Eifelsagen, Lieder und Gedichte" geschrieben. Das Bild zeigt den Autor. Ort, Jahr und Fotograf sind unbekannt.

Wird das Gedicht von Ort zu Ort unterschiedlich klingen?
Vermutlich ja - und das macht die Eifel zu dem, was sie ist: Vielfältig.