Oktober 2026

Vielen Dank, Herr Petri:

«Wer als Kind das Hochdeutsche als erste Fremdsprache gelernt hat, weiß, wie viel an Melodie, Nuancierung und Begrifflichkeit auf einmal verschwunden war. In der Mundart lassen sich Emotionen schon durch die Dehnung oder Kürzung der Aussprache eines Wortes zum Ausdruck bringen. Herrlich lässt sich schimpfen, unnachahmlich aber lassen sich auch positive Gefühle ausdrücken.

Mundart verbindet Menschen und vor allem Generationen. Mundart kann angespannte Situationen entkrampfen. Mit einem guten Ohr kann man schnell sagen, aus welchem Teil einer Region die Sprecherin oder der Sprecher stammt.

Umgekehrt gibt es unendlich viel zu lernen, wenn man etwas herumkommt: Damit sind wir wieder bei den Wörtern. Wer könnte z.B. „Geheischnis“ auf hochdeutsch mit einem Wort wiedergeben? Der unvergessene Walter Liederschmitt hat auch das klar gezeigt.

Kurz: Mundart ist auch in literarischer Form ein hohes Gut, das gepflegt werden muss.
Daher ein deutliches „Weiter so!“ für das Projekt „Die Eifel spricht“!»

Albrecht Petri, Schulleiter Regino-Gymnasium Prüm

(Foto: Webseite des Regino-Gymnasiums Prüm.)